Da wir zurzeit Besuch von unserem Freund Dome aus Deutschland haben, haben wir uns in den vergangenen Tagen ein etwas touristischeres Dasein gegönnt. Mehr ausgehen, mehr essen, mehr trinken und mehr unternehmen. Und weil die Kanaren ja Vulkaninseln sind, gehörte natürlich auch ein Ausflug zu einem der Krater dazu.

Man kommt bequem mit einem der türkisfarbenen Fernbusse dorthin, die die gesamte Insel bedienen. Im Busbahnhof San Telmo fahren die verschiedenen Linien ab, und obwohl es etwa 20 Bussteige gibt, findet man sich dort schnell zurecht. Bustickets holt man sich einfach beim Fahrer. Für die etwa halbstündige Fahrt in die Berge haben wir 1,55€ p.P. gezahlt.

San Telmo – der Busbahnhof in Las Palmas

San Telmo – der Busbahnhof in Las Palmas

Der Eingangsbereich zum Busbahnhof

Der Eingangsbereich zum Busbahnhof

Die blauen Busse von Global bedienen die gesamte Insel

Die blauen Busse von Global bedienen die gesamte Insel

Die Fahrt führt an den beiden Altstädten von Las Palmas und anschließend an der Tropical-Brauerei (ein lokales Bier) vorbei und dann hoch in die Berge. Dort geht’s durch hübsche Städtchen über gewundene Straßen und zunächst krage, dann etwas bewachsenere Landschaften hoch bis zum Naturpark. Da die Bushaltestellen nicht angesagt werden und nur schwer zu erkennen sind, wären wir auf der unüberschaubaren Serpentienenstraße fast eine Station zu früh ausgestiegen. Aber der Busfahrer hat uns dankenswerterweise davor bewahrt, im Nirgendwo auszusteigen („Bandama? Un momento!“).

An der Bushaltestelle

An der Bushaltestelle

Blick auf das bergige Hinterland

Blick auf das bergige Hinterland

Der Ausstieg erfolgte dann in einem winzigen, etwas heruntergekommenen Dörfchen. Der Bandama ist natürlich nicht mehr aktiv; der Krater ist vor etwa 5000 Jahren entstanden. Dann hatten wir die Wahl: Runter in die Caldera oder rauf auf den Gipfel? Wir haben uns für letzteres entschieden.

Rein in die Caldera oder rauf auf den Gipfel? Wir haben uns für Letzteres entschieden.

Rein in die Caldera oder rauf auf den Gipfel? Wir haben uns für letzteres entschieden.

Heruntergekommene Häuschen

Heruntergekommenes Häuschen

Der Aufstieg war kein Problem, da eine befestigte Straße sich einmal rund um den Berg hochzieht. Die Aussicht ist grandios: nach Süden in die Caldera hinein, nach Osten auf’s Meer, nach Nordosten auf Las Palmas und nach Nordwesten auf die umliegenden Berge.

Nico und Dome blicken auf die Caldera de Bandama

Nico und Dome blicken auf die Caldera de Bandama

Blick in den etwa 200 tiefen Vulkankrater

Blick in den etwa 200m tiefen Vulkankrater

Blick nach Südosten

Blick nach Südosten

Blick auf Las Palmas – in der Ferne auf der rechten Seite der Landzunge die Hafenkräne und auf der linken Seite unser Strand

Blick auf Las Palmas – in der Ferne auf der rechten Seite der Landzunge die Hafenkräne und auf der linken Seite unser Strand

Ein Botaniker hätte hier sicher auch seine wahre Freude; verschiedene Kakteenarten und andere Sukkulenten wachsen hier in großer Vielfalt nebeneinander. Weiter oben dann auch duftende Kiefern mit ihren buscheligen Nadeln.

Hübscher Kaktus

Hübscher Kaktus

Blütenpracht in der Caldera

Blütenpracht in der Caldera

Der Weg hinauf zum Gipfel

Der Weg hinauf zum Gipfel

Am Boden und auf den Felsen wuseln auch einige 15-20 cm lange Eidechsen umher. Sie sind nicht leicht zu erkennen, weil Muster und Farbe gut an den Untergrund angepasst sind. Putzige Tierchen!

Gut getarnte Eidechse

Gut getarnte Eidechse

So süß!

So süß!

Der Gipfel bietet dann die schönste Aussicht, die man sich mit einigen anderen Touristen teilen muss. Die Meisten kommen mit dem Auto hoch; zu Fuß kommen die Wenigsten. Daher hat man auf dem Weg nach oben seine Ruhe, abgesehen davon, dass man ab und an einem Auto ausweichen muss. Ein paar ganz zähe Jungs kamen auch mit dem Fahrrad hoch.

Oben angekommen informiert uns ein Schild über die wichtigsten Kennzahlen

Oben angekommen informiert uns ein Schild über die wichtigsten Kennzahlen

Ein grüner Fleck in der kargen Landschaft: Der Golfplatz am Rand der Caldera

Ein grüner Fleck in der kargen Landschaft: Der Golfplatz am Rand der Caldera

Die Klohäuschen auf dem Gipfel haben eine grandiose Aussicht

Die Klohäuschen auf dem Gipfel haben eine grandiose Aussicht

Nico erklärt Dome die Welt (oder so)

Nico erklärt Dome die Welt (oder so)

... und zurück nach Hause!

… und zurück nach Hause!

Sehr lohnenswert, besonders wenn man bedenkt, dass der Naturpark Bandama nur knapp eine halbe Stunde Busfahrt von Las Palmas entfernt ist.