Anfang April sind Nico und ich für zwei Wochen nach Bali geflogen, um der schlechten Luft in Chiang Mai zu entkommen, ein bisschen Urlaub am Strand zu machen und meinen Papa zu treffen. Eine weltreisende Tochter war für ihn wohl ein guter Grund, sich noch einmal der schwülen Hitze Südostasiens auszusetzen. Und wir haben uns über die Gelegenheit gefreut, mal nach Indonesien zu kommen

Bali stand für Nico und mich sowieso recht weit oben auf der Liste der potentiellen Reiseziele – immerhin gibt es dort mit Ubud einen der „Digital Nomad“-Hotspots schlechthin. Und dank Air Asia, der hiesigen Billigfluglinie mit Sitz in Kuala Lumpur, waren die Flüge auch verhältnismäßig bezahlbar, trotz später Buchung.

Ein Schildkröten-Aschenbecher

Ein balinesischer Schildkröten-Aschenbecher

Wir haben uns in Sanur einquartiert, einem Strandbad in der Nähe von Balis Hauptstadt Denpasar. Dort war es zwar touristisch, aber gleichzeitig gemütlich. Ganz Bali ist gut besucht und es sind viele Weiße zu sehen (das Mallorca der Australier). Die engen, gewundenen Straßen der Vulkaninsel sind notorisch verstopft, und die Anzahl der Motoroller ist enorm.

Und trotzdem: Bali wirkt immer noch erstaunlich „authentisch“. Und das ist für Individualreisende ja bekanntermaßen das Allerwichtigste (;))!

Ein Shop in Sanur

Ein Shop in Sanur

Netter Laden mit einer ziemlich guten Beatles-Coverband.

Netter Laden mit einer ziemlich guten Beatles-Coverband in Sanur.

Torbogen im Griya Hotel

Torbogen im Griya Hotel

Sanur ist kein Party-Örtchen, sondern eher ein Familien-Reiseziel. Allerdings sind Nico und ich ja auch keine waschechten Backpacker. Uns fehlen die Dreadlocks, die Hippie-Einheitskleidung und die Bereitschaft, in den billigsten Absteigen unterzukommen. Naja, ich besitze ein Chang-Bier-Shirt, aber der Aufdruck ist so ausgewaschen, dass man es glücklicherweise nicht mehr erkennt. In Fachkreisen nennt man uns wohl „Flashpacker“: Individualreisende, die es schon schön haben wollen, aber trotzdem nicht auf All-Inclusive aus sind.

Folgerichtig steigen wir meist in Doppelzimmern und nicht in Schlafsälen ab, wenn wir zu zweit unterwegs sind (wenn ich allein reise, finde ich Schlafsäle allerdings immer noch am gemütlichsten). Hotels meiden wir aber trotzdem weiterhin: zu teuer, zu unpersönlich und meist einfach nicht so gemütlich wie ein schönes Boutique Hostel. In Sanur haben wir uns für gemütliche Homestays entschieden. 5 Minuten zum Strand, mitten im Zentrum und trotzdem total ruhig.

Eingang zu unserem zweiten Homestay in Sanur

Eingang zu unserem Homestay in Sanur

Unsere Hosts waren super-freundlich, noch mehr als wir es aus Thailand gewohnt sind. Rezeptionistin, Putzfrau und sogar die streundenden Hunde haben uns jeden Morgen mit einem strahlenden Lächeln (bzw. treuherzigem Hundeblick) begrüßt. Nur die alte Oben-Ohne-Greisin aus dem Haus/Tempel gegenüber hat Nico ein bisschen Angst eingejagt…

Die Mädels wollten unbedingt fotografiert werden. Juhu!

Die Mädels wollten unbedingt fotografiert werden. Juhu!

Wir haben insgesamt 13 Tage auf Bali verbracht und dabei auch einige Ausflüge in die Umgebung gemacht (mehr dazu in weiteren Posts). Unter anderem waren wir am Besakih-Tempel, dem wichtigsten Tempel auf Bali und am Tanah Lot Tempel, einem von sieben balinesischen Wassertempeln.

Spiritualität spielt auf Bali offensichtlich eine große Rolle: Überall gibt es Schreine, Statuen und Tempel, in denen den Geistern gehuldigt wird. Indonesien ist ja eigentlich zum Großteil (~90%) muslimisch, außer auf Bali: Hier herrscht eine spezielle Form des Hinduismus vor, der starke animistische Tendenzen hat. Mehrmals am Tag bringen die Balinesen den Geistern kleine Opfergaben in Bananenblatt-Körbchen dar. Entweder an Schreinen oder Statuen, oder einfach auf dem Bürgersteig vor dem Geschäft. Dazu überall angenehmer Duft von Räucherstäbchen.

Opfergaben im Bananenblatt-Körbchen

Opfergaben im Bananenblatt-Körbchen

Inges Lieblingsdämon

Inges Lieblingsdämon

Bali hat aber nicht nur Strandbäder und Geister, sondern auch Vulkane – einige davon immer noch aktiv, wie z.B. der Schichtvulkan Batur (letzter Ausbruch im Jahr 2000). Im Inneren des alten Kraters liegt ein großer See, daneben ragt der „neue“ Kegel des Vulkans auf. Man erkennt noch das schwarze Lavagestein, das offensichtlich noch nicht wieder überwuchert wurde.

Blick auf den (inneren) Vulkan Batur

Blick auf den (inneren) Vulkan Batur

Kratersee des Batur

Kratersee des Batur

Die Abende auf Bali haben wir meistens gemütlich in einem schönen Restaurant am Strand verbracht, gut gegessen, gut getrunken und die schwülwarme Hitze genossen. Urlaub halt!

Unser Stammlokal am Strand

Unser Stammlokal am Strand

Der Blick vom Esstisch Richtung Pool – leider nur zu Besuch; wir wohnen etwas weniger gehoben.

Der Blick vom Esstisch Richtung Pool – leider nur zu Besuch; wir wohnen etwas weniger gehoben.

Gemütliche Sitzecke

Gemütliche Sitzecke

Strand bei unserem Lieblingslokal

Strand bei unserem Lieblingslokal

Kerzenschein am Strand

Kerzenschein am Strand

Mehr Kerzenschein am Strand

Mehr Kerzenschein am Strand

Und hier noch ein paar vermischte Fotos aus Bali:

Kaffeesatzlesen in der Untertasse?

Kaffeesatzlesen in der Untertasse?

Nina mit Servietten-Hut

Nina mit Servietten-Hut

Brunnen im Hotel

Brunnen im Hotel

Katze im Restaurant

Katze im Restaurant

Eine Laterne

Eine Laterne

Unser Fazit zu Bali: „We love it here“!

I love it here...

I love it here.