Das letzte Drittel unserer kleinen Thailand-Rundreise spielte sich im Süden ab – genauer gesagt auf der Insel Koh Phangan im Golf von Thailand.

Nach zwei Wochen Großstadt, Tempeln, Verkehr, Sehenswürdigkeiten und vollgestopften Tagen wollten wir es beim Strandurlaub etwas ruhiger angehen lassen. Schließlich sollten Dennis und Olli nicht total urlaubsreif von ihrer Reise nach Hause kommen.

Oooh, Inselurlaub!!

Oooh, Inselurlaub!!

Ich hatte mich aus mehreren Gründen besonders auf Koh Phangan gefreut: Eine neue und mir unbekannte Insel, die Gelegenheit zum ausgiebigen Sandburgen bauen, und natürlich: Wiedersehen mit Nico! Der war ja zu Hause in Bangkok geblieben, während wir den Norden unsicher machten, und sollte am Pier von Thong Sala auf Koh Phangan zu uns stoßen.

Obwohl die Reise kilometermäßig für uns etwa doppelt so weit war wie für Nico, musste dieser sich deutlich früher auf den Weg machen: Während wir bequem mit dem Flugzeug von Chiang Mai nach Surat Thani flogen und anschließend nach einer kurzen Busfahrt zum Pier auf den edlen schnellen Lomprayah-Katamaran wechselten, musste der arme Nico im Travellerbus von der Khao San Road aus über Nacht bis nach Südthailand fahren und dann mit dem klapprigen Kahn übersetzen.

Er kam etwa 1-2 Stunden vor uns an und verkündete per Messenger: Sonnenschein statt Wolkenwetter wie auf dem Festland und traumschöne Tropenstrände statt Smog und Verkehrschaos. Vorfreude!!!

Warten auf unsere Fähre nach Koh Phangan am Festland-Pier

Warten auf unsere Fähre nach Koh Phangan am Festland-Pier

Endlich wiedersehen mit Nico!

Endlich wiedersehen mit Nico!

Wir hatten uns vorab für einen Strand entschieden: Den Haad Thong Nai Pan Noi im Nordosten der Insel – ein „four star beach with four star prices“, wie unser Gastgeber es mit Seitenhieb auf die überteuerten Unterkunftspreise direkt am Wasser nannte.

Da es für uns nicht ganz so dekadent sein musste, hatten wir uns eine schöne und preiswerte Unterkunft am Berghang organisiert, bei der die allgegenwärtigen riesigen Felsbrocken direkt in die Bungalows integriert waren. Mit insgesamt 3 kleinen Pools, sauberen Zimmern und einer fantastischen Aussicht kam mir unsere Wahl aber dennoch ziemlich luxuriös vor.

Schräge Unterkunft mit integrierten Felsen

Schräge Unterkunft mit integrierten Felsen

Gemütliche Fensternische mit Sitzgelegenheit

Gemütliche Fensternische mit Sitzgelegenheit

Moskitonetze, Aircon und jeden Tag frisches Wasser. Was braucht man mehr?

Moskitonetze, Aircon und jeden Tag frisches Wasser. Was braucht man mehr?

Unser Badezimmer mit Felsen als einzigem Sichtschutz. Immer eine frische Brise. :)

Unser Outdoor-Badezimmer mit Felsen als einzigem Sichtschutz und freiem Blick auf die Umgebung. Immer eine frische Brise. 🙂

Leider nicht direkt am Strand, dafür tolle Aussicht und bezahlbar – im Gegensatz zu den mehrere 100€ teuren Unterkünften direkt am Wasser...

Leider nicht direkt am Strand, dafür eine tolle Aussicht und außerdem bezahlbar – im Gegensatz zu den mehrere 100€ teuren Unterkünften direkt am Wasser…

Mini-Infinity-Pool mit Blick aufs Meer

Nina genießt den Mini-Infinity-Pool mit Blick aufs Meer

Trotz allem hatten wir es nicht besonders weit bis zum Strand: Etwa 10 Minuten Fußmarsch (bei Nacht: unbeleuchtet), zuerst über eine Schotterpiste und anschließend über eine fast zusammengestürzte Straße, die wohl während des letzten Monsuns von den Wassermassen unterhöhlt worden war und nun mit beeindruckenden selbst gemalten Gefahrenschildern ausgestattet war. Anschließend noch kleiner Umweg durch ein Resort (da die Straße am Strand in einem riesigen Sandloch endete) – und dann waren wir endlich am wohlverdienten Strand.

Unser Strand – Haad Thong Nai Pan Noi

Unser Strand – Haad Thong Nai Pan Noi

Unsere Lieblingsbar (dank Happy Hour) – Das Sand in my Shoes

Unsere Lieblingsbar (dank Happy Hour) – Das Sand in my Shoes

Einfach gemütlich

Einfach gemütlich

Den Abend angemessen mit Cocktails und Bier einläuten...

Den Abend angemessen mit Cocktails und Bier einläuten…

Frischer Fisch direkt am Strand

Frischer Fisch direkt am Strand

Einige Hundert Meter den Haad Thong Nai Pan Noi hinunter gab es auch ein gleichnamiges Touristenörtchen, das in erster Linie aus einer Reihe von schäbigen aber gemütlichen Restaurants bestand.

Die Qualität war deutlich besser als man es von einem Stranddorf voller Europäer hätte erwarten können, auch wenn wir natürlich von der Küche in Chiang Mai verwöhnt waren. Aber mit Bier und extra Chilis wurde das schon!

Restaurant im Touristendorf. Jede Menge gemütliche Locations.

Restaurant im Touristendorf. Jede Menge gemütliche Locations.

Mittagessen im Pavillon beim spontanen Tropenschauer

Mittagessen im Pavillon beim spontanen Tropenschauer

Stilecht Thailand-Inselurlaub betreiben

Stilecht Thailand-Inselurlaub betreiben

"Sorry! No Wi-Fi! Talk to each other and get drunk!"

„Sorry! No Wi-Fi! Talk to each other and get drunk!“

Hm, bisher besteht dieser Blogpost irgendwie nur aus Schlafgelegenheiten, Badegelegenheiten und Fress- und Saufgelegenheiten… haha!

Um zu zeigen, dass wir uns in den 5 Tagen Inselurlaub auch ein bisschen bewegt haben, hier noch ein paar Fotos von unserem Ausflug zur Nachbarbucht: Zu Fuß, in Flipflops, bei Tropenregen, über einen überwucherten Trampelpfad im Dschungel, mit so einigen Höhenmetern. Wir wurden mit Wasserfall und Strand belohnt.

Blick zurück auf unsere Bucht, auf dem Weg zum Haad Than Sadet – auf einem Trampelpfad mitten durch den Dschungel. War nicht so optimal mit Flipflops.

Blick zurück auf unsere Bucht. Hier haben wir ein deutsches Mutter-Tochter-Paar getroffen, das bereits auf dem Rückweg war. Neue Bekanntschaften in der Wildnis.

Wasserfall kurz vorm Haad Than Sadet

Wasserfall

Haad Than Sadet – abgelegen aber steinig. Dafür coole Kulisse!

Unser Ziel: der Haad Than Sadet – abgelegen und steinig. Dafür eine nette Kulisse!

Mit dem Wassertaxi von Bucht zu Bucht. Nico ist so cool. :)

Mit dem Wassertaxi von Bucht zu Bucht Richtung Heimat. Nico ist so cool. 🙂

Übrigens: Transport in Thailand kann ja manchmal richtig abenteuerlich sein. Besonders wenn das „Taxi“, das einen mitsamt Gepäck frühmorgens zum Pier bringen soll, einfach ein Pickup-Truck mit eingebauten Bänken an den Seiten ist – aber ohne schützendes Dach.

Das kombiniert mit wilden Serpentinen über die bergige Insel und einer rasanten Fahrweise macht eine schnöde Taxifahrt schon zum Erlebnis – siehe unten. Leider konnte ich keine aussagekräftigeren Fotos schießen, weil ich Angst hatte, dann aus dem Wagen zu fallen. 😉

Abenteuerliche Rückfahrt zum Thong Sala Pier

Abenteuerliche Rückfahrt zum Thong Sala Pier. Gut festhalten!

Man, war das ein schöner Urlaub! 🙂

:)

🙂