Seit etwa 3 Wochen sind wir jetzt in der Dominikanischen Republik, und wir werden wohl noch etwas länger bleiben.

Das Land ist zwar als Pauschalurlaubsparadies verschrien, aber das soll uns nicht davon abhalten, hier ein bisschen Zeit zu verbringen. Die meisten der etwa 3 Mio. Touristen pro Jahr zieht es nach Punta Cana im Südosten des Landes. Die zweitbeliebteste Touristenregion ist die Nordküste rund um Sosúa und Cabarete – also genau hier, wo wir unsere ersten Tage verbracht haben.

Blick Richtung Süden

Der Strand in Cabarete

Tropenfeeling

Tropenfeeling

Cabarete war uns demnach auch deutlich zu touristisch. Bevölkert von Kitesurfern und Selbstfindungs-Travellern haben wir uns dort etwas fehl am Platze gefült (ähnlich wie im Hippie-Dorf Pai im Nordwesten von Thailand, wo wir Anfang vergangenen Jahres für einen Wochenend-Trip waren).

Eigentlich besteht Cabarete nur aus einer einzigen Straße, die am Strand entlang führt, und an der sich eine Touristenbude an die nächste drängt. Die Beach-Bars waren zugegebenermaßen wirklich nett, und der Strand gehörte für mich dank der üppigen Palmen auch zu den angenehmeren. Besonders das VoyVoy am Strand und das FreshFresh an der Hauptstraße hatten es uns angetan.

Im VoyVoy lässt's sich arbeiten!

Im VoyVoy lässt’s sich arbeiten!

Mega-Burger im FreshFresh

Mega-Burger im FreshFresh

Eine der zahlreichen Beachbars in Cabarete

Eine der zahlreichen Beachbars in Cabarete

Trotzdem: Wir sind ganz froh, dass wir nur etwa 10 Tage in unserem Hostel gebucht hatten und wir dann anschließend weiterziehen konnten.

Unsere Unterkunft in Cabarete (das Laguna Park Hostel) war übrigens ziemlich gemütlich, wenn auch etwas weit ab vom Schuss in einer etwas besseren Siedlung. Haustiere des Hostels waren zwei Hunde, zwei Katzen und zwei Hühner (eins weiß, eins schwarz). Letztere waren ziemlich zutraulich und spazierten auch gern mal im Wohnzimmer umher – besonders, wenn sie gerade ein Ei gelegt hatten und das stolz verkünden mussten.

Unser gemütliches Wohnzimmer im Laguna Park Hostel

Unser gemütliches Wohnzimmer im Laguna Park Hostel

Blick auf den Nachbarbalkon

Blick auf den Nachbarbalkon

Garten und angrenzender Sumpf

Garten und angrenzender Sumpf

Das Wetter ist derzeit noch ziemlich regnerisch, auch wenn die Hurrikan-Saison offiziell vorbei ist. Es war in den vergangenen Wochen zwar heiß und sonnig, aber zwischendurch gab es fast täglich tropische Regenschauer. So dauerte der Weg zum Strand dank der matschigen Straßen etwa 15 Minuten (welch Zumutung 😉 ).

Die Zeit ließ sich abkürzen, indem wir ein Motoconcho – also ein Motorrad-Taxi – nahmen und und uns für 25 Pesos (etwa 50 Cent) auf die Hauptstraße bringen ließen. Je nach Verhandlungsgeschick entweder zu dritt (inkl. Fahrer) auf einem Motorrad, oder mit zwei Fahrern und zwei Motorrädern.

Kite Beach im Nordwesten von Cabarete

Kite Beach im Nordwesten von Cabarete

Nico der Tourist

Nico der Tourist

Jede Menge Kitesurfer auf dem Wasser...

Jede Menge Kitesurfer auf dem Wasser…

Die Zeit in Cabarete haben wir in erster Linie genutzt, um von unseren Freunden Abschied zu nehmen.

Auf dem Cruise hatten wir zwar ziemlich viele neue Leute kennengelernt, aber am meisten Zeit haben wir dennoch mit unseren Freunden aus Las Palmas verbracht, die ebenfalls mit uns den Atlantik überquert hatten. Beispielsweise beim Weihnachtsessen am 25.12., wo wir mit karibischem Curry bekocht wurden und anschließend Cards against Humanity gespielt haben.

Tropisch inspiriertes Ananas-Bananen-Kokos-Curry mit Möhren und Brokkoli

Tropisch inspiriertes Ananas-Bananen-Kokos-Curry mit Möhren, Paprika und Brokkoli (das war NICHT unser Weihnachtsessen)

"Free rum - tomorrow only" bei uns im Hostel. Freie Shots's gab's aber trotzdem – und zwar am 24.12. Das wird wohl zur Tradition bei uns.

„Free rum – tomorrow only“ bei uns im Hostel. Freie Shots gab’s aber trotzdem – und zwar am 24.12. Das wird wohl zur Tradition bei uns.

Silvester haben wir stilecht am Strand gefeiert und dabei das Glück gehabt, direkt neben einem exklusiven Resort das schönste Feuerwerk in Cabarete bestaunen zu können. Privat darf man hier nicht böllern, was eigentlich ganz angenehm ist, weil Hotels & Co. dann recht schicke Feuerwerke für ihre Gäste zaubern.

Feuerwerk am Strand von Cabarete

Feuerwerk am Strand von Cabarete

Silvester am Strand!

Ich habe einen Zylinder erbeutet!

Wie geplant sind am 2.1. aus Cabarete aufgebrochen und in unser kleines Eco-Resort im Dörfchen Munoz, südlich von Puerto Plata, umgezogen. Genau die richtige Entscheidung! Unsere Unterkunft hier ist einfach aber total gemütlich; das Gelände ist super-ruhig und wir haben eine fantastische Aussicht auf den Fluss.

Unser Ausblick vom Balkon der "Casa Rio" im SuncampDR

Unser Ausblick vom Balkon der „Casa Rio“ im SuncampDR

Die Preise sind hier deutlich günstiger als in Cabarete, weil das Örtchen hier gänzlich untouristisch ist. Dafür ist die Essensauswahl eher bescheiden – Hühnchen, Fritten, Burger und Mangú (Kochbananenpüree mit Ziwebeln) oder Tostones (Kochbananenfritten). Lecker, aber irgendwann reicht’s. Immerhin haben wir eine kleine Küchenzeile (mit Gas-Kochplatten, wir überall hier), sodass wir endlich mal wieder gezwungen sind, mehr selbst zu kochen.

Ich reiche bald noch ein paar Fotos von der Umgebung hier nach, aber da neulich meine Festplatte abgeraucht ist, musste ich meinen Rechner neu installieren – und mein Bildbearbeitungsprogramm ist noch nicht erst seit gerade eben wieder einsatzfähig. (Der Kauf einer neuen Festplatte im Computerladen in Cabarete war übrigens kein Problem. Puh.)