Heute Nachmittag hat Nico mich mit nach La Isleta genommen – die Halbinsel nordöstlich von unserem Heimatstrand, auf der er ab und an spazieren/wandern geht. Bisher hatte ich mir nie die Zeit genommen, mitzukommen. Aber da heute das Wetter nicht so gut war (=bewölkt), schien ein Spaziergang genau das Richtige.

Kaum gingen wir los, lichteten sich natürlich die Wolken und das Thermometer am Strand zeigte knackige 31° an. Feinstes Sommer- und Badewetter! Puh.

Palmen am Playa de Las Canteras

Palmen am Playa de Las Canteras

Der Urlaubsprospekt-Teil des Strandes

Der Urlaubsprospekt-Teil des Strandes

Der nördliche Teil des Playa de Las Canteras liegt auf dem Isthmus von Guanarteme, der eine interessante Wandlung hinter sind hat. Erstmal für alle Nicht-Geografen: Ein Isthmus ist die schmalste Stelle einer Landbrücke, die zwei größere Landmassen miteinander verbindet. Und der Name Guanarteme war der Titel, den die Könige/Herrscher auf den kanarischen Inseln trugen, bevor die Spanier die Inseln eroberten besiedelten.

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Eine alte Karte von Las Palmas aus dem Jahr 1879. Damals lag der Stadtkern noch weiter südlich (heute die Altstadt mit Vegueta und Triana). Quelle: Pepelopex [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Ich glaube, ich habe es schon einmal erwähnt: Nacho, unser Büro-Vermieter vom CwC, erzählte uns, dass der Isthmus von Guanarteme früher ein reiner Strand war, der bei Flut komplett vom Meer eingenommen wurde.

Heutzutage ist er dagegen bebaut; westlich liegt der Playa de Las Canteras und östlich der Hafen (Puerto de La Luz), von dem aus wir Mitte Dezember Richtung Karibik in See stechen werden. Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den gravierenden Unterschied.

Istmo guanarteme panorama luis ojeda perez 1880 las palmas gran canaria

Panoramablick von Süden auf den Isthmus von Guanarteme im Jahr 1880. Quelle: Luis Ojeda Pérez [Public domain], via Wikimedia Commons (Anklicken zum Vergrößern)

Blick auf den Isthmus von Guanarteme – links der Puerto de La Luz, rechts der Playa de Las Canteras

Blick von Norden auf den Isthmus von Guanarteme – links der Puerto de La Luz, rechts der Playa de Las Canteras. Alles bebaut.

Aber genug Strand. Wir wollten Berge sehen. Berge, Gandalf! Also ging es zwischen Klippen und Stadt Richtung Nordwesten auf die Halbinsel La Isleta.

Kräfte der Erosion am Werk

Kräfte der Erosion am Werk

Angler auf den Klippen

Angler auf den Klippen

Klippen und türkisgrünes Meer

Klippen und türkisgrünes Meer

Eine Tür in den Klippen – wo die wohl hinführt?

Eine Tür in den Klippen – wo die wohl hinführt?

Klippen-Kunst

Klippen-Kunst

Nina genießt die Aussicht

Nina genießt die Aussicht

Der Nordteil des Playa de Las Canteras

Der Nordteil des Playa de Las Canteras

Hier im nördlichen Teil ist die Stadt etwas heruntergekommender als im „schickeren“ Teil rund um den Strand. Abbröckelnde Farbe an den Hauswänden, Graffiti, und immer wieder verloren aussehende Seelen in den Straßen… Aber halt auch eine schöne Aussicht auf’s Meer und auf unseren Stadtteil.

Stencil-Graffiti... Ob Banksy mal in Las Palmas war?

Stencil-Graffiti… Ob Banksy mal in Las Palmas war?

Das Salzwasser nagt alles ab...

Das Salzwasser nagt alles ab…

Die Straßen haben schon bessere Zeiten gesehen...

Die Straßen haben schon bessere Zeiten gesehen…

Ein Madonnenbild über einer Haustür

Ein Madonnenbild über einer Haustür

Ein verschlossener Schuppen, eingelassen in ein Pflanzenbeet

Ein verschlossener Schuppen, eingelassen in ein Pflanzenbeet

Interessante Bodenfliese

Interessante Bodenfliese

Und dann endlich: Natur und Berge! Oder zumindest Hügel. Es gibt mehrere Wege, die am Hang entlang führen. Wir haben uns für einen Rundweg auf mittlerer Höhe und dann am Strand zurück entschieden.

Auf La Isleta gibt es nämlich auch einen Strand, der allerdings keinen Lifeguard hat und nicht so gut besucht ist. Steine statt Sand, und insgesamt deutlich rauer als der Playa de Las Canteras. Auf dem Parkplatz einige Geländewagen und Wohnmobile (obwohl campen hier offiziell verboten ist).

Nico wählt den mittleren Weg – nicht nach unten, nicht nach oben, sondern die mittlere Höhe

Nico wählt den mittleren Weg

Die schroffen Hänge auf La Isleta

Die schroffen Hänge auf La Isleta

Das Wetter wurde dankenswerterweise auch wieder etwas schlechter: Imposante Wolken und deutliche angenehmere Temperaturen als bei vollem Sonnenscheint!

Die Bergdörfer der Nordküste

Blick auf die Bergdörfer der Nordküste

Ein Fahrrad unter'm Pico de Gáldar in der Ferne

Ein Fahrrad unter’m Pico de Gáldar in der Ferne

Auf halber Höhe des kleinen Berges scheint sich ein junger Hippie/Aussteiger niedergelassen zu haben, der dort (vermutlich) friedlich inmitten des Gerölls lebt (Nico hatte ihn schon bei einem seiner vorherigen Spaziergänge gesehen).

Hippie-Steinkreise?

Hippie-Steinkreise?

Nico blickt über die Bucht Richtung Teneriffa (im Dunst leider heute nicht zu sehen)

Nico blickt über die Bucht Richtung Teneriffa (im Dunst leider heute nicht zu sehen)

Volle Konzentration beim Dutt richten!

Volle Konzentration beim Dutt richten!

Wir hatten überlegt, noch weiter bis ins Örtchen Las Coloradas zu gehen, aber aus Faulheit und Zeitmangel wurde daraus nichts. Nächstes Mal!

Das Örtchen Las Coloradas im Nordwesten der Halbinsel

Das Örtchen Las Coloradas im Nordwesten der Halbinsel – haben wir heute leider nicht besucht