Prolog

Nina hatte durch Ihre Lebensmittelvergiftung, vgl Eine Nacht im Krankenhaus, leider ein recht spezielles Erlebnis hier in Chiang Mai. Meines liegt nun schon was länger zurück ;).

Vorweg, es gibt hierzu leider keine Bilder. Deswegen wird dieser Blogbeitrag komplett aus Text bestehen. No pic, it didn’t happen? Nope. Und interessant ist die Geschichte dennoch, zumindest denke und hoffe ich das.

Vorgeschichte

Also, da es hier in Chiang Mai insgesamt doch recht rege zu geht (alleine der Straßenverkehr ist immer wieder einer Erwähnung würdig!) und ein wenig mehr Ruhe zu meiner Akklimatisierung beitragen sollte, habe ich letzte Woche ein ruhiges Hostel für mich gesucht, in dem ich zwei bis drei Nächte verbringen wollte.

Das von mir gewünschte, im Netz als äußerst ruhig beschriebene Hostel war leider full, sodass ich gezwungen war, mich ein wenig weiter um zuschauen. Generell habe ich am Nordrand der Altstadt gesucht, von Westen nach Osten. Hier sind die Straßen und Hostels erstaunlich ruhig und entspannt, obwohl man sich direkt im touristischen Herzen Chiang Mais befindet.

Der erste Tag und der erste Abend

Ich war nun mittlerweile sehr müde im Osten angekommen und nahm deswegen mehr oder weniger das nächstbeste Hostel, welches meinen Ansprüchen zumindest annähernd gerecht wurde. Es stellte sich heraus, dass dieses tatsächlich sehr ruhig war, mit einem hutzeligen, aber ein wenig ranzigen Garten.

Zu dem Hostel ist zu sagen, dass es weder per Google zu finden ist, die leicht bekleidete Hostel-Vorsteherin weder mein Immigration Dokument noch meinen Reisepass sehen wollte und eine Übernachtung 200 Bhat kostet. Das sind ca 5 Euro. Ich habe dann drei Übernachtungen gebucht.

Es schienen hier nur Thai Frauen zu übernachten. Eine derer lag bei meiner Ankunft, dem Tagesverlauf und den kompletten nächsten Tag im offensichtlich schwangeren Zustand in einer Hängematte und blickte unablässig recht finster in die Leere.

Eine weitere, leicht bekleidete Thai-Dame schien mich direkt adoptieren zu wollen. Sie sprach sehr gut englisch, bestand darauf, dass ich im Zimmer neben ihr schlafe und verkündete strahlend, dass sie sich abends um mich zu kümmern gedachte, mit Massage und Allem. Sie sollte für die Zeit meines Aufenthalts meine beste Freundin sein.

Mir dämmerte nun langsam, dass dies eine Unterkunft für Prostituierte sein musste, ob Puff, Auffangbecken für die Ladys oder beides kann ich nicht genau sagen.

Meine Freundin zeigte im Verlauf des Tages reges Interesse an mir, sie war ziemlich begeistert von meiner E-Zigarette (ein Kapitel für sich in Thailand! Diesbezüglich ist nun aber alles geregelt und in bester Ordnung, sehr wichtig!) und wollte immer wieder an dieser ziehen. Das wollte ich eigentlich nicht, ließ es aber über mich ergehen. Wir waren nun ja schließlich Freunde! Sie witzelte des Weiteren ihrem 5 jährigen Sohn zu, halb Thai, halb Franzose, dass ich sein Papa sei…………. (13 Punke)

Als ich Abends nach einem kleinen Ausflug in die nähere Umgebung zurück ins Hostel kam, war die Straße vor dem Hostel und der Garten menschenleer und ruhig. Und so dachte ich bei mir: wie geil!

Ich genoss ca eine halbe Stunde meine Ruhe, als meine Freundin und ihr Sohn von der Arbeit zurück kamen. Jetzt wird es eigentlich interessant.

Sie brachte kurz ihren Sohn in ihr Zimmer. Für mich gut zu sehen ging sie daraufhin nur mit einem Handtuch bekleidet Richtung Dusche und betonte strahlend, dass es ja so heiß sei und sie unbedingt Erfrischung brauche. Ich solle weiterhin unbedingt nachts bei ihr klopfen und Bescheid geben, wenn ich „Massage!“ haben wolle, sie würde sich dann um mich kümmern. So was trifft mich emotional eigentlich nie sonderlich vehement, hier bin ich durch und durch Friendzone-Pro! So lächelte ich ihr lediglich freundlich ob ihrer Bemühungen zu.

Nach ihrer Erfrischung setzte sie sich eine Kippe rauchend vor ihr Zimmer und bat mich immer wieder, dass ich doch zu ihr kommen möge. Hier fällt mir ein, dass ich mir eindringlich vorgenommen hatte, ihr zu sagen, dass sie mich wenn es irgend geht in Ruhe lassen möge, da ich eben genau das haben wollte, meine Ruhe. Weil sie aber so ausdauernd und eigentlich auch ziemlich nett war, setzte ich mich dann tatsächlich zu ihr.

Morgen gibt es dann das spannende Finale, weil es nun mittlerweile kurz nach zwei Uhr morgens ist und ich nun zu müde bin, weiter zu schreiben :). Stay tuned…

Hier das Finale