Als Kontrastprogramm zu unseren letzten Unterkünften – dem „Vogelkäfig“ in Sosúa und der Erdgeschosswohnung bei Mor und Sonja in Solingen – wollten wir in Bangkok hoch hinaus: Unsere derzeitige Wohnung ist ein Condo (kurz für „condominium“), also eine Art Apartment. Und das liegt im 9. Stock eines für Bangkoker Verhältnisse recht kleinen Hochhauses etwas nördlich der City.

Unser Hochhaus bei Nacht

Unser Hochhaus bei Nacht

Schrein für den verstorbenen König Rama 9

Schrein für den verstorbenen König Rama 9 in der Eingangshalle

Unser Flur im 9. Stock. Fast ganz hinten links wohnen wir.

Unser Flur im 9. Stock. Fast ganz hinten links wohnen wir.

Natürlich gibt es in dieser Stadt alle möglichen Unterkünfte – von der Bruchbuden-WG für wenige Tausend Baht pro Monat bis hin zu absoluten Luxus-Wohnungen mit Hammer-Ausblick über die Stadt.

Wir haben uns für eine gesunde Mischung aus Annehmlichkeit und Bezahlbarkeit entschieden. Für 14.000 Baht leben wir auf etwa 35-40qm, aufgeteilt auf Wohn-Küchen-Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Bad und den winzigsten Balkon, den man sich vorstellen kann. Zu zweit passen wir kaum drauf.

Unsere Küche (links) und das "Arbeitszimmer" (rechts)

Unsere Küche (links) und das „Arbeitszimmer“ (rechts)

Unser Wohnzimmer

Unser Wohnzimmer

Unser Schlafzimmer (frisch eingezogen)

Unser Schlafzimmer (frisch eingezogen); links das Bad

Bezahlbare Condos in Bangkok sind meistens recht klein, und wenn es größer werden soll, wird es schnell richtig teuer. Das Gute ist, dass alle Hochhäuser mehr oder wenig üppig mit anderen Annehmlichkeiten ausgestattet sind.

Bei uns sind beispielsweise der Wachdienst, Parkplätze, ein Pool und ein Fitnessraum in der Miete inkludiert. Außerdem gibt es wohl eine Sauna, die wir bei den hiesigen Temperaturen allerdings nicht ausprobieren wollen.

Der Pool auf der Dachterrasse im 3. Stock. Super gemütlich dank Palmen und Hecke! Außerdem badet hier fast nie jemand.

Der Pool auf der Dachterrasse im 3. Stock. Super gemütlich dank Palmen und Hecke! Außerdem badet hier fast nie jemand.

Unser gemütlicher Pool

Fast immer menschenleer.

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Die Aussicht aus dem 9. Stock ist zwar nicht ganz so beeindruckend wie in manch anderen Wohnungen in Bangkok, aber trotzdem ist der Blick nach draußen besonders nachts super cool.

Tagsüber stauen sich die Taxis; nachts sind die Straßen wie leergefegt, außer wenn irgendwelche Wahnsinnigen mal wieder ihre (vermutlich illegalen) Auto- oder Motorradrennen veranstalten. Oder was auch immer. Es lärmt dann jedenfalls gewaltig.

Blick aus unserem Schlafzimmer bei Nacht

Blick aus unserem Schlafzimmer bei Nacht

Blick aus unserem Schlafzimmer bei Regen

Blick aus unserem Schlafzimmer bei Regen (derzeit etwa einmal täglich)

Aus unserem Schlafzimmer nach rechts: grün-schwarzer Klong (Kanal), in dem mindestens ein mannsgroßer Bindenwaran lebt.

Aus unserem Schlafzimmer nach rechts unten: grün-schwarzer, übelriechender Klong (Kanal), in dem mindestens ein mannsgroßer Bindenwaran lebt. Außerdem gibt’s da unten irgendwo einen Hahn, den man morgens krähen hört.

Unser Block ist von vier großen mehrspurigen Straßen umgeben; die Straße vor der Haustür ist beispielsweise sechsspurig und hat noch ein zweites „Geschoss“, auf dem eine Art Expressway/Autobahn entlangführt.

Aus dem Schlafzimmer nach links: Kreuzung mit zweistöckiger Mega-Straße und großem Werbeplakat für ein Resort auf Koh Tao

Kreuzung mit zweistöckiger Mega-Straße und großem Werbeplakat für ein Resort auf Koh Tao

Ausblick aus dem Flurfenster Richtung Nordwesten auf das G-Land-Gebäude und das Unilever-Gebäude. Dahinter ist Central Plaza 9, wo wir jeden zweiten Tag im Food Court zu Mittag essen.

Ausblick aus dem Flurfenster Richtung Nordwesten auf das G-Land-Gebäude und das Unilever-Gebäude. Dahinter ist Central Plaza 9, wo wir jeden zweiten Tag im Food Court zu Mittag essen. Und wieder die zweigeschossige Straße. Außerdem wird ganz rechts im Bild direkt hinter dem Unilever-Gebäude bald voraussichtlich das höchste Gebäude Thailands, der Rama IX Super Tower, gebaut. Vollkommen irre. Den könnten wir dann vom Pool aus sehen.

Die Baustellen der Wolkenkratzer im Südwesten. Mittlerweile sind sie ordentlich gewachsen.

Die Baustellen der Wolkenkratzer im Südwesten. Seit der Aufnahme sind sie ordentlich gewachsen.

Auch wenn wir in unserem Condo nicht viel Platz haben, fühlen wir uns in unserem kleinen Reich schon sehr heimisch. Wir wissen uns auch gut zu beschäftigen, auch wenn unsere Tagesgestaltung wahrscheinlich unspektakulärer ist, als man es in einer verruchten Stadt wie Bangkok annehmen könnte, haha!

Unser Alltag besteht aus arbeiten (am „Esstisch“), essen gehen (normalerweise auswärts, da wir keinen Herd haben), Gitarre üben (Nico hat sich schon wieder eine gekauft!!), das Fitnessstudio oder den Pool auf der Dachterrasse im 3. Stock nutzen, und ab und zu mal einen Ausflug in die City oder auf einen der Märkte in der Umgebung machen.

Außerdem trinke ich viel Tee (meine Bestellungen aus China kommen hier super fix an!) und lese das Internet leer. Nico arbeitet sich weiter ins Thema Kaffee ein und zeichnet Comics auf dem Tablet. Spannend, was? 😉

Aua aua aua... Zaghafte Gitarren-Gehversuche. Langsam kommt die Hornhaut.

Aua aua aua… Zaghafte Gitarren-Gehversuche. Langsam kommt die Hornhaut.

Fitnessraum mit Ausblick über den Hof und den Pool

Fitnessraum mit Ausblick über den Hof und den Pool. Ich bewundere Nicos stramme Waden.

Ein bisschen Gemütlichkeit muss sein!

Ein bisschen Gemütlichkeit muss sein!

Schnelle Teelieferung von Yunnan Sourcing. Wie gut, dass China so nah ist!

Schnelle Teelieferung von Yunnan Sourcing. Wie gut, dass China fast um die Ecke ist!

Thai Oolong aus der Nähe von Chiang Rai

Thai Oolong aus der Nähe von Chiang Rai. Prost! 🙂