Ihr kennt das sicherlich: Man lebt so vor sich hin, und – schwups! – ist auf einmal eine Menge Zeit vergangen.

So ging es uns vor etwa 10 Tagen: Nachdem wir nun 6 Monate in unserem gemütlichen Häuschen in Koolapan 5, einer Vorstadt von Chiang Mai, gelebt haben, stand plötzlich der Auszug an. Unser Vertrag war ausgelaufen und wir wollten auch nicht verlängern, auch wenn unser Vermieter das gern gehabt hätte.

Der Blick aus unserem Schlafzimmerfenster auf den Doi Suthep

Der Blick aus unserem Schlafzimmerfenster auf den Doi Suthep

Ein winziger Gecko im Schlafzimmer. Man beachte das Kabel.

Ein winziger Gecko bei uns im Schlafzimmer. Man beachte die Größe des Kabels.

Zum Glück ist ein Umzug mit nur wenig Aufwand verbunden, wenn der gesamte Besitz die 2 x 23 kg nicht überschreiten darf. Plus Handgepäck. Da sich in 6 Monaten aber doch einiges angesammelt hatte, mussten wir ein bisschen ausmisten. Eine gute Gelegenheit, wieder Ordnung in unseren Besitz zu bringen. Die überzähligen Haushaltsgegenstände (Handtücher, Tassen, Stereo-Anlage, Bettzeug) haben wir unserem Vermieter übergeben. Basketball und Pumpe haben wir den Kiddies am Basketballplatz gegenüber geschenkt. Die waren zuerst verwirrt, haben sich dann aber sehr gefreut.

In den letzten Tagen haben wir ausführlich von unserer Nachbarschaft Abschied genommen: Viele Spaziergänge und Joggingrunden, um der Umgebung nochmal Lebewohl zu sagen.

Am Rand von Koolapan 6/7: Der Doi Suthep

Am Rand von Koolapan 6/7: Der Doi Suthep

Der Himmel brennt!

Der Himmel brennt!

Seerosenkübel vor einem Haus in der Nachbarschaft

Seerosenkübel vor einem Haus in der Nachbarschaft

Teich bei Koolapan 6

Teich bei Koolapan 6

Frangipani-Blüten überall

Frangipani-Blüten überall

Kleiner Park in Koolapan 6

Kleiner Park in Koolapan 6

Und dann noch ein paar letzte Besuche bei unseren Lieblingsrestaurants: Der Japaner an der Canal Road, der zu Recht jeden Abend gut besucht ist (Japanisch essen ist hier offensichtlich total hip); der Khao-Pat-Stand mit der unfreundlichen Köchin am Markt in Mae Hia (lecker gebratener Reis mit Ananas!); das Pancake House mit der netten Besitzerin, die immer mit uns Smalltalk über das Wetter gemacht hat. Leider haben wir es nicht mehr zur September Brasserie geschafft, wo es die beste Pizza der Welt gibt (von einem Finnen im Pizzaofen frisch gebacken).

Der Japaner an der Canal Road – sehr lecker, sehr günstig und sehr gut besucht.

Der Japaner an der Canal Road – sehr lecker, sehr günstig und sehr gut besucht.

Jetzt leben wir wieder im Zentrum des Geschehens in einem netten Guesthouse zwischen Altstadt und Chinatown. Hier fühlt es sich nicht mehr ganz so bieder und spießig an wie in unserem Vorstadt-Häuschen.

Unser Freund Niels hat uns sein Lieblingscafé um die Ecke gezeigt, wo es ausgesprochen leckeres „Fusion Food“ gibt – quasi westliches Essen mit Thai-Einschlag: Laos-Style-Sandwiches, Isaan-Style-Wraps, aber auch die unvermeidlichen Banana Pancakes (lecker!).

Die Regenzeit beginnt. Jeden Abend wilde Wolken!

Die Regenzeit beginnt. Jeden Abend wilde Wolken!

Der Moat in Chiang Mai – unsere Laufstrecke mitten im Gewusel

Der Moat in Chiang Mai – unsere Laufstrecke mitten im Gewusel

Es ist schön, wieder in der Altstadt zu sein. Als wir vergangenes Jahr im Februar hier waren, haben wir ganz in der Nähe gewohnt.

Obwohl keine Saison ist, sind die Straßen prall gefüllt mit Touristen. Allerdings weniger Westler als im Winter, sondern stattdessen Horden von Chinesen, mit ihren Strohhüten, teuren Sonnenbrillen und luftigen hellen Designerkleidern. Aber natürlich auch immer noch einige Backpacker: braungebrannte Sonnyboys mit Chang-Bier-Shirts und lässige Hippie-Girls in Hotpants oder Stoffhosen mit Elefantenmuster.

In den Coworking-Spaces trifft man stattdessen dann Webworker wie uns, die ebenso blass sind wie wir, weil sie auch immer nur drinnen sitzen. 😉

Streetfood und Motorbikes am Moat

Streetfood und Motorbikes am Moat

Blick vom Moat nach Osten

Blick vom Moat nach Osten

Irgendwo an der Straße 108 zwischen Altstadt und Koolapan 5

Irgendwo an der Straße 108 zwischen Altstadt und Koolapan 5

Imposante Supermarkt-Beschilderung

Imposante Supermarkt-Beschilderung

Wir haben nun noch ein paar Tage in dieser schönen Stadt, bevor es am 11.6. zurück nach Bangkok geht. Mal schauen, ob und wann sich Heimweh nach Chiang Mai einstellt…