So, ich lasse nun auch mal was von mir hören. Arbeit, die vielen neuen Eindrücke und der Thai-Sprachkurs nehmen doch recht viel Raum am Tag ein. Da bleibt leider nicht all zu viel Zeit, dem Internet sein Innerstes Preis zu geben.

Ich versuche nun trotz alledem mal zu beschreiben, wie ich bisher die Tropen unter sportlichen / spirituellen Aspekten zu nutzen versuche.

Tropen-Running

Wie Nina ja bereits sagte, sind wir gut im nicht wirklich kühlen Chiang Mai angekommen. Täglich 36° C sind objektiv einfach nicht kühl. Da ich mich zwar bewegen wollte, mich aber noch nicht in die Muay Thai Schule nebenan gewagt habe, dachte ich an leichtere sportliche Aktivitäten, z.B. ans Laufen. Meine Jogging-Schuhe sind mittlerweile ca 11 Jahre alt und gehen, nein, sie laufen sogar noch ;). Das Equipment ist also vollständig, das Klima ist perfekt und die Motivation ist (zumindest grundlegend) vorhanden.

Zur Praxis:  Ja, es macht Riesenspaß, durch die wuseligen Straßen mit all ihrem Treiben, ihren Garküchen, Mini-Essläden (die es wirklich überall gibt), dem speziellen Geruch und dem wahnwitzigen Verkehr mit Rollern, SVUs, Roten Bussen und Tuk-Tuks und mit was allem noch zu laufen. Und mir liegt das Klima in Bezug auf Sport tatsächlich, je heißer, desto besser.

Ca. einen Kilometer von unserer Unterkunft entfernt (direkt neben dem Zoo, vgl. Ninas neuen  Post Chiang Mai Zoo) gibt es einen Mini-Fitnesspark, in dem man dann um 7 Uhr morgens in aller Ruhe ein paar Runden drehen kann. So habe ich meine Basisstrecke wohl gefunden. Bilder oder Videos gibt es dazu leider keine, vielleicht sollten Nina und ich uns aber eine GoPro zulegen. Oder auch nicht, eine GoPro ist für Rentnersport vermutlich etwas zu teuer 😉

Tropen-Hiking (up to the temple)

Nach so viel echter, sportlicher Anstrengung hatte ich vorgestern den Entschluss gefasst, den Sport ein wenig mehr zu enlighten, quasi buddhistische Erleuchtung zu erlangen, und damit einhergehend dem von uns aus ca. 7 Kilometer entfernten Wat Sakithaka (Wat Pha Lat) auf dem nahe gelegenem Doi Suthep zu Fuß einen Besuch abzustatten.

 

Nina und ich hatten bereits im Februar von diesem Tempel gehört und wollten diesen durch einen ominösen Dschungelpfad erreichen, was wir leider nicht hin bekommen haben (wir hatten den Pfad auf der falschen Seite des Berges gesucht). Da ich nun jedoch immer noch nicht wusste, wo ich den Dschungelpfad finden würde, habe ich auf dem Hinweg den Straßenweg genommen, der sich in Form einer sehr breiten Straße in Serpentinen den Weg hoch zum Doi Suthep schlängelt.

Tropenbäume am Straßenrand

Tropenbäume am Straßenrand

Auf den Weg nach oben mit Blick zum Berg

Auf den Weg nach oben mit Blick zum Berg

Auf diesem Weg werden normalerweise Touristen und Interessierte zu den Tempeln kutschiert. Da ich Montag mittags den Aufstieg unternommen hatte, war die Straße aber zum Glück (für thailändische Verhältnisse) recht leer. Der Aufstieg über die Straße war recht unspektakulär, problematisch war am Ehesten die pralle Sonne, die ohne Unterlass auf meinen Kopf dröhnte.

Nico ist der Sonne ausgesetzt

Nico ist der Sonne ausgesetzt

Als ich nach ungefähr 1,5 Stunden am Tempel angekommen war, bot sich mir lediglich der Anblick eines kleinen Tempelgebäudes, welches die besagte Schönheit seiner selbst offensichtlich beharrlich zu verschweigen versuchte. Nach ein wenig Suchen fand ich dann aber einen Weg rechts am Tempeleingang entlang, der zum „echten“ Tempel führt. Und dieser ist tatsächlich unbeschreiblich schön!

Eingang zum Tempel

Eingang zum Tempel

Die Wache vor dem tempel Eingang

Die Wache vor dem Tempel Eingang

Hammer Ausblick auf die Stadt

Hammer Ausblick auf die Stadt

Blick mehr nach links

Blick mehr nach links

Leider konnte ich mich vor Ort meiner spirituellen Intention nicht all zu intensiv widmen, da ich stattdessen einen netten Smalltalk mit einem Russen hielt. Er konnte fast kein Englisch, ein wenig Deutsch und deutlich mehr Thai als ich. Die Verständigung in drei Sprachen hat dann insgesamt erstaunlich gut geklappt. Inhaltlich ließ mein Gesprächspartner nicht davon ab, mich eindringlich vor den Intonationsfallen der Thailändischen Sprache zu warnen. Und netterweise gab er mir die Hälfte seiner Mandarine :).

Da ich nicht zum meditieren gekommen war, suchte ich nun den besagten Dschungelpfad, den  ich nun auch recht rasch gefunden habe. Den Abstieg habe ich um ehrlich zu sein mit ein wenig zittrigen Knien hinter mich gebracht, da ich immerhin allein durch den tropischen Urwald spazierte. Die gefährlichsten Tiere, denen ich dort begegnet bin, waren Schmetterlinge, recht bunte Vögel und einige kleine Eidechsen. Ich war offensichtlich nicht in akuter Lebensgefahr!

Wenigstens Buddha meditiert

Wenigstens Buddha meditiert

Resümee: Ich bewege mich gerne, je tropischer die Umgebung und das Klima, um so besser!