Vor kurzem saßen wir noch daheim in Chiang Mai, im Alltag gefangen 😉 – und jetzt, gerade mal 48 Stunden und etliche skurrile Erlebnisse später, genießen wir unseren zweiten Abend in Saigon/Ho Chi Minh City und freuen und auf die morgige Tour durch’s Mekong-Delta. Weihnachtsurlaub, juhu! 🙂

Am Freitag haben wir unsere Siebensachen in zwei kleinen Rucksäcken verstaut (Handgepäck!), unser Häuschen in Chiang Mai gut verschlossen, unserem heißgeliebten Scooter Lebewohl gesagt und uns auf den Weg Richtung Saigon gemacht. Vorher hat Nico noch schnell mit unserem Vermieter geklärt, dass wer in der Zeit die Blumen gießt, und anschließend unsere Wasser- und Stromrechner im 7/Eleven (Convenience Store) bezahlt. Dort kann man sogar Onlinebuchungen wie z.B. Flugtickets einfach an der Kasse zahlen, was sehr praktisch ist, weil es gefühlt alle paar 100 Meter eine Filiale gibt.

Von BKK nach SGN

Von BKK nach SGN

Außerdem haben wir kurz vor unserer Abreise unserer Nachbarin noch eine Dankeschön-Box mit Haribo-Goldbären vor die Haustür gestellt. Sie hatte uns nämlich am Abend vorher selbstgemachte Frühlingsrollen vorbeigebracht, um sich uns vorzustellen. Und um sich zu entschuldigen, dass ihre Tochter Geige übt. In Bezug auf deren musikalische Fähigkeiten ist in der Tat noch viel Spielraum nach oben…

Ein Geschenk von unserer Nachbarin. Wie nett!

Ein Geschenk von unserer Nachbarin. Wie nett!

Anschließend wollten wir den gelben Bus in die Stadt nehmen, mussten aber bestimmt 10 Minuten warten, weil keiner kam (skandalös!). Dann ging’s noch daran, ein paar Dinge zu erledigen, bevor wir abreisen konnten: Medikamente besorgen (die benötigten gibt’s aber in Thailand nicht, dafür umso mehr herablassende Behandlung, als sei man sowieso nicht ganz zurechnungsfähig – na bravo!), dann durch den Fitness-Park am Südwestzipfel der Altstadt spazieren, wo jede Menge öffentliche Fitnessgeräte rumstehen, die von Thais und Touristen gleichermaßen fleißig genutzt werden, anschließend einmal quer durch die Stadt, an jeder Menge Shops und Restaurants vorbei.

Fragwürdiger Shopname in Chiang Mai

Fragwürdiger Shopname in Chiang Mai

Anschließend ging’s dann Abendessen und danach endlich (nochmal) zum Fish Spa! Ich war vor ein paar Tagen schon mit Eva dort gewesen, und das hat mir so gut gefallen, dass Nico sich der Prozedur auch gemeinsam mit mir unterziehen musste:

In den Seitengässchen zwischen den Häusern in der Altstadt stehen Aquarien mit ganz vielen Doktorfischchen. Dort kann man für 60-100 Baht seine Füße reinhängen (15-30 Minuten). Die Fische stürzen sich dann prompt auf das Festmahl – natürlich haben sie keine Zähne und können daher nur die toten Hautschuppen abknabbern. Oder ablutschen. Oder so.

Es fühlt sich jedenfalls total schräg an. Zuerst kitzelt es unerträglich, und auch die Vorstellung, dass gerade Dutzende Fische zwischen den eigenen Zehen rumnuckeln ist irgendwie abartig. Aber nach etwa einer Minute fängt es an, richtig angenehm zu werden. Eine Fischmassage eben. Die Haut wird angeblich ganz weich davon, aber ich spüre nicht viel Unterschied. Egal, es fühlt sich toll an, und ich werde diese Touri-Falle sicher noch öfter besuchen!

Anschließend ging’s in eine Rooftop-Bar, um den Blick über die Stadt zu genießen. War zwar nur im 2. Stock und daher nicht so imposant, aber trotzdem nette Atmosphäre. Dann nochmal checken, ob die letzten Busse Richtung Bangkok wirklich um 23 Uhr gehen, und siehe da: Nein, die letzten Busse gehen irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr. Und es war 20:15!

Also panisch gezahlt und zur Straße gestürmt, doch die Songthaew-Fahrer wollten uns nicht zum Busbahnhof bringen, weil das nicht wirklich auf der einträglichen Route liegt. Listige Tuk-Tuk-Fahrer boten sich natürlich großzügig an, uns zu überteuerten Preisen dorthin zu bringen. Immerhin haben wir sie runtergehandelt bekommen, wenn auch wohl nicht weit genug. Egal, wir kamen in Windseile zum Arcade Busbahnhof.

Dort dann die Qual der Wahl: Welches der zig Busunternehmen, die dort ihre Schalter haben, bringt uns am günstigsten nach Bangkok? Die Ticketverkäuferinnen sahen unsere Verwirrtheit und schrien aus Leibeskräften: „Come here“, „Come here for Bangkok“, etc. Keine wollte ihre Kommission für den Ticketverkauf an die Konkurrentinnen verlieren, daher großer Lautstärkewettbewerb. Ich glaube, die Damen waren auch noch alle von der gleichen Company.

Wir fragten die lauteste Dame nach dem Preis, und da man niemals auf’s erste Angebot eingeht, hörten wir uns an, was sie zu sagen hatte, bedankten uns für die Info und gingen weiter. Die anderen Unternehmen hatten aber lange Schlagen oder undurchschaubare Wartenummer-Systeme, die sich uns nicht erschlossen. Und die Zeit wurde knapp; laut Beschilderung fuhren die letzten Busse um 21 Uhr.

Also kleinlaut wieder zurück zu unserer Lady; sie lachte, wir lachten auch, und dann buchten wir den Luxus-Bus, der uns über Nacht nach Bangkok bringen sollte. Immerhin 300 Baht günstiger (p.P.) als auf der Hinreise. „Da sind wir doch abgezogen worden, aber auf dem Hinweg,“ meinte Nico. Da hatte er wohl recht.

Im Bus gab’s eine eisig eingestellte und unglaublich laute Klimaanlage, warme Decken, bequem zum Schlafen verstellbare Sitze und einen kleinen Snack zur Abfahrt: 3 Oreo-Kekse und ein Päckchen Erdbeermilch. Fühlte sich sehr nach Grundschule an! Dann ging’s mit einem Affenzahn Richtung Bangkok, wo wir am nächsten Abend den Flieger nach Saigon nehmen wollten. Klar, wir hätten von CNX auch fliegen können, aber der Bus hat halt nur ein Viertel des Flues gekostet. Wäre vielleicht trotzdem die schlauere Idee gewesen, allein wegen des Fahrstils des Busfahrers. Dass ein Gefährt so schlingern kann!

Gebracht hat es trotzdem nix; wir kamen erst nach 10 Stunden (also genau nach Zeitplan) und ziemlich unruhigem Schlaf in Bangkok an. Dort erstmal verzweifelt über einen Kleidermarkt gestolpert, bis wir endlich ein Klo fanden (im McDonald’s) und eine Steckdose (im Starbucks). Nicht so ruhmreich, aber was soll’s! Dort stand auch ein herrenloser Trolley herum, weiß, abgeranzt, mit einem Hut auf dem herausgezogenen Handgriff. Der Hut hatte ein silbern glitzerndes Geweih. Sachen gibt’s. Es war aber wohl keine Bombe drin. 😉

Anschließend ging’s zu Fuß in den Lumphini Park, endlich entspannen. Nico fühlte sich von den Joggern inspiriert, zog sich flugs auf der öffentlichen Toilette um, und ging auch 1 1/2 Runden joggen. Sportlich!

Nico der irre Jogger

Nico der irre Jogger

Anschließend wollten wir eigentlich eine Bootstour auf dem Chao Phraya machen, diesmal etwas ausführlicher als im Oktober. Aber dann fiel uns ein, dass wir ein bisschen genervt davon waren, unsere sozialen Netzwerke nicht mehr richtig nutzen zu können – aus Angst vor Spoilern zum neuen Star-Wars-Film! Also ging’s stattdessen ins Kino, um diesen Mangel zu beheben.

Und was für ein Kino! Im Siam Paragon tönte schon vor dem Eingang zur Mall die bekannte Titelmelodie, und ein riesiges Werbe-Gebilde war dort aufgebaut. Wir hatten allerdings keine Augen dafür, sondern machten uns direkt auf, um in die nächste Vorstellung zu kommen. Nicht, dass es nötig gewesen wäre: Gefühlt in jedem Saal lief Star Wars; alle 20 Minuten fing der Streifen in irgendeinem der Räume neu an. Tickets gab es also zur Genüge. Ach, und vorher stärkten wir uns mit einem Donut: Nico wählte die Variante mit Creme und Käse. Echter Käse, kein Frischkäse. Seltsam aber lecker.

Ein erschreckend leckerer Donut mit Raspelkäse-Deko

Ein erschreckend leckerer Donut mit Raspelkäse-Deko

Nachdem wir uns auf dem Weg zum Kinosaal erstmal gehörig verlaufen hatten (wir mussten natürlich in den zweiten Stock; im ersten war nur die Empfangshalle), konnten wir dann endlich wieder einen richtigen Star-Wars-Film genießen. Mit Popcorn und Mini-Wiener-Würstchen (merkwürdiger Snack). Vorher neben der obligatorischen Werbung natürlich auch die Königshymne, bei der alle Kinobesucher aufstehen müssen. Sehr erhebend.

Nach dem Kinobesuch mussten wir uns dann doch sputen, um noch rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Mit Skytrain und Bus ging’s zum Don Mueang Airport. Aber das Bussystem in Bangkok ist ja notorisch undurchschaubar. Es gibt keine Fahrpläne, d.h. man weiß weder, welche Busnummer man nehmen muss, noch wann der fragliche Bus überhaupt kommt. Dankenswerterweise weiß Google immerhin die Busnummern. Blöderweise wollten wir am Victory Monument einsteigen – und das ist ein gigantischer Kreisverkehr mit vier Vierteln (ach!), auf denen jeweils 3 Bussteige sind, auf denen wiederum jeweils 5-15 Busnummern abfahren. Leider steht nicht dabei, in welche Richtung. Und keine Information für Touristen in Sicht.

Irgendwie haben wir es geschafft, nicht nur einen Bus mit der ergoogelten Nummer zu finden, sondern auch erfolgreich den Fahrer zu fragen, ob er zum Flughafen fährt. Ja, tat er. Puuh. Und dann standen wir mit dem Bus erstmal im Bangkoker Samstag-Abend-Stau, sodass wir in einer halben Stunde vielleicht einen halben Kilometer vorankamen. Oh no!

Wir wussten immerhin, dass wir in die richtige Richtung fuhren, weil die Schaffnerin uns ohne Umschweife ein Ticket zum Flughafen verkauft hatte (16 Baht pro Person; mit dem Taxi hätten wir etwa 350 Baht gezahlt). Aber wir wussten nicht, wie lange es dahin dauert, und wir wussten auch nicht, wo wir aussteigen mussten. Und mein Handy, mit dem ich Google Maps checken konnte, war schon wieder fast leer! Das hat mich extrem gestresst.

Aber wie Thailand so ist, fügte sich alles: Das Mädchen neben mir fragte, ob wir zum Airport wollen und sagte uns, wie viele Stationen es noch sind. Die Schaffnerin wies uns ebenfalls drauf hin (zwei Farangs in einem Bus voller Thais fallen wohl selbst in Bangkok auf). Und wir kamen noch pünktlich eine Dreiviertelstunde vor Schließen des Checkins an. Was auch gut war, weil die Schlange dorthin noch unendlich lang war. Warum kaufen chinesische Touristen eigentlich kistenweise Kram im Thailand-Urlaub ein, der dann durch die Kontrolle muss?

Und wieder fügte es sich: Weil wir nur Handgepäck hatten, durften wir das Gepäckscreening vor dem Checkin umgehen und sofort zur netten Dame am Checkin-Schalter. Mit letzter Akkuleistung meines Handys (zittrige 1%) konnte ich auch nachweisen, dass wir einen Weiterflug aus Vietnam haben, damit wir einchecken durften.

Kleiner Snack im Billigflieger. Nok Air ist schon putzig.

Kleiner Snack im Billigflieger. Nok Air ist schon putzig.

Kurz zuvor hatte ich noch einige US-Dollar geholt, damit wir das Visum in Vietnam auch bezahlen konnten. Alles in letzter Sekunde, und dann waren wir endlich am Gate, 20 Minuten vor Abflug! Und dann hieß es: warten, warten, warten, weil unser Flug sich natürlich gehörig verspätete. Den Flug selbst habe ich wie üblich verschlafen, aber zur Landung in Saigon war ich zum Glück wieder wach.

Und wow: So einen schönen Landeanflug habe ich selten gesehen! Die ganze Stadt glitzert wie ein Lichtermeer, riesengroß bis zum Horizont und in den wildesten Farben. Schon von oben kann man erkennen, dass an an allen Ecken Leuchtreklamen gibt; grün und blau und rot. Und dazwischen das Gelb der Straßenbeleuchtung.

Weniger schön dann der Weg durch die Immigration: Wir hatten ein sogenanntes pre-arranged Visa on Arrival, also ein „Einladungsschreiben“, das wir uns über eine Visumsagentur besorgt hatten. Das hatten aber eine ganze Menge anderer Leute auch, und die Schlage für uns VoA-Leute war entsprechend lang. Leider hatten wir uns direkt nach dem Ausstieg aus dem Flieger noch die Zähne geputzt (und Nico hat seinen Bürstenkopf im Klo verloren :-D), und so waren wir ziemlich weit hinten in der Schlange.

Die Prozedur ging so: Visumsantrag ausfüllen (schnell Stift von Mitreisenden leihen, weil wir natürlich keinen dabei hatten!), und dann warten, warten, warten – und endlich den Antrag abgeben. Und dann wieder warten, warten, warten, bis endlich unser Name aufgerufen wurde. Dabei die ganze Zeit die Unsicherheit im Nacken, was wir wegen Nicos Passbildern machen: Offiziell braucht man welche, aber er hatte keine mit. Beim Antrag abgeben sollte er 5 USD extra zahlen deswegen. Aber es gab keine Quittung, keine Erklärung, kein Nichts. Nachfragen brachte nix.

Endlich, nach 2 Stunden, rief die Frau mit dem leisesten Stimmchen, das ich je gehört habe, endlich meinen Namen auf und gab uns unsere Pässe zurück. Dann mit dem Visum durch die Immigration, und endlich waren wir in Vietnam! Was mit Nicos Passbildern war… Keine Ahnung. Ob wir den vietnamesischen Beamten mit 5 USD aus Versehen geschmiert haben? Ob das mit den benötigten Passbildern nur Schikane ist? Wir wissen es nicht.

Dann gab’s für mich noch einen Schreckensmoment, als der ATM meine Kreditkarte nicht annehmen wollte. Ich befürchtete das Schlimmste, dass die DKB-Karte in Vietnam nicht angenommen wird. Aber ein ATM einer anderen Bank spuckte mir dann dankenswerterweise ein paar Millionen Dong aus. Puh! Jetzt erstmal an die neue Währung gewöhnen, und bloß nicht mit den Nullen durcheinanderkommen!

Anschließend haben wir geschickt die Taxi-Scammer am Flughafen umschifft und eines der wenigen vertrauenswürdigen Taxiunternehmen gefunden (etwa 150.000 Dong für eine Fahrt in die Stadt statt 300.000 Dong). Der Scammer vom Abzieh-Unternehmen hatte sogar ein Namensschildchen mit dem Namen des vernünftigen Unternehmens (Vinasun). Ganz schön dreist! Aber seine Preisliste, die er mir zum Beweis der Rechtmäßigkeit seiner überteuerten Angebote unter die Nase hielt, hatte dick und fett seinen echten Unternehmensnamen aufgedruckt. Tja.

Unser Taxifahrer von Vinasun hat uns dann sicher und günstig zu unserem Hostel in der Pham Ngu Lao Street gebracht – quasi die Khao San Road von Saigon. Heldenhaft hat er sogar den Verkehr für uns gestoppt, als wir zu zögerlich waren, um uns über die Straße zu trauen. Hier ist der Verkehr nochmal ein anderes Kaliber als in Thailand. Und Rechtsverkehr! Wie soll man denn damit klarkommen!? 😉

Wir sind schnell ins Hostel eingecheckt und anschließend, trotz später Stunde (23:30) noch ein bisschen raus, um ein Gefühl für die Gegend zu bekommen. Was für ein Unterschied zu Chiang Mai, wo um Mitternacht die Bürgersteige hochgeklappt werden (müssen), und wo auch sonst partymäßig nicht viel los ist. Hier ist total Halligalli!

Wir haben uns in eine Bar an einer belebten Kreuzung gesetzt und das getan, was die Vietnamesen offensichtlich auch gern tun: am Straßenrand sitzen, gemütlich was trinken und Leute gucken. Zum Beispiel den Feuerschlucker. Und die Zigaratten-Verkäufer. Die Rentier-Haarreif-Verkäuferinnen. Die Getrocknete-Quallen-Verkäufer. Die verkrüppelten Bettler (wie drückt man das politisch korrekt aus?). Die Armband-Verkäuferinnen. Und die Wachmänner, die diese Leute freundlich aber bestimmt weiterschieben, bis sie nicht mehr die Touristen belästigen.

Irres Nachtleben, oder nur ein ganz normaler Samstagabend in Saigon?

Irres Nachtleben, oder nur ein ganz normaler Samstagabend in Saigon?

Dazu der wahnsinnige Verkehr. Deutlich weniger Autos auf den Straßen als in Thailand, dafür unzählige Kolonnen von Motorbikes. Und ein Hupen und Tröten, um auf sich aufmerksam zu machen. Auch viel mehr Leute als in Thailand, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind. Aber alles hübsch gemütlich und langsam, sodass man sich auch als Fußgänger gut durch das Gewusel schlängeln kann.

Ein Straßenstand... mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung. Naja, dann fährt man halt drumrum...

Ein Straßenstand… mitten auf einer vielbefahrenen Kreuzung. Naja, dann fährt man halt drumrum…

Nach dem Bier in der Touri-Falle ging es über einen Umweg dann nach Hause. Am Straßenstand sah ich eine Frau, die eingelegte grüne Oliven kaufte. Und da überkam mich der Heißhunger. Ich wollte auch! Prompt ebenfalls welche verlangt, aber die Verkäuferin schüttelte nur den Kopf und gab mir erstmal eine zum kosten. Tja, ich weiß nicht, was es war, aber nicht das, was ich erwartet hatte. Es sah aus wie eine grüne Olive, hatte auch einen entsprechenden Kern, aber schmeckte vollkommen anders. Aus Verlegenheit habe ich dann zwei Äpfel gekauft. Auch lecker.

Türdetail irgendwo in Saigon

Türdetail irgendwo in Saigon

Abschließend noch Abendessen, bei dem Nico eine auf der Karte harmlos aussehende Suppe bestellte. Sie war ganz lecker, aber ein bisschen schleimig. Mit halb-harten, ebenfalls glibbrig-durchsichtigen Stücken. Wir vermuten, dass es Quallensuppe war. Ich hatte kurz vorher gesehen, wie ein Quallenverkäufer irgendwas Obskures in seinem Verkaufswagen zubereitete. Und eine schnelle Google-Recherche ergab, dass man in Vietnam tatsächlich Quallensuppe isst. Aha! Nico hat aber tapfer aufgegessen.

Nach diesem anstrengenden Tag ging’s dann ab ins Bett.

Heute dann das übliche Stadt-Kennenlernen: Raus aus dem Hostel, eine Richtung rausgesucht, und drauflosgelaufen. Dabei dann:

  • viele Kreuzungen überquert (sehr abenteuerlich!),
  • an einem Denkmal gesessen, während im Hintergrund Weihnachtsmusik schepperte,
  • durch eine Kinder-Kunstausstellung gelaufen,
  • Dutzende Vietnamesen mit Weihnachtsmannmützen gesehen,
  • eine Cosplayerin beim Fotoshooting beobachtet,
  • uns von einem jungen Mann Maismilch aufschwatzen lassen (war aber lecker!),
  • zünftig Indisch essen gegangen,
  • eine zweite Spaziergang-Runde Richtung Fluss gemacht,
  • in ein Straßencafé gesetzt und dort Kakao / Kaffee getrunken (dazu gibt’s kostenfreien Jasmintee, der immer nachgeschenkt wird), auf winzig kleinen Stühlchen,
  • einen großen Beutel der weltbesten Mandarinen für 50 Cent gekauft,
  • am Fluss ein Dschunken-Restaurant und daneben ein sozialistisches Gebäude bewundert,
  • auf einer Bank ein bisschen meditiert (ich bin wie immer fast eingeschlafen dabei),
  • auf dem Heimweg zufällig das imposante ehemalige Rathaus entdeckt, auf dessen Vorplatz echtes Festival-Feeling herrscht,
  • eine Tour ins Mekong-Delta für den morgigen Tag gebucht und
  • ein zweites Mal Indisch essen gewesen (wir waren angefixt).

Das beste Essen seit langem! Während wir beim Inder saßen, wollte ich dann über die affektierte Backpackerin am Nebentisch lästern (ja ich bin ein Schwein), aber ich wusste nicht, ob sie Deutsche ist. Aber wozu haben wir Thai gelernt!? Es hat erstaunlich gut geklappt, Nico meine Gedankengänge in stümperhaftem Thai mitzuteilen. 😉

Beschauliches Denkmal mit kitschiger Weihnachtsmusik im Hintergrund (von der anderen Straßenseite)

Beschauliches Denkmal mit kitschiger Weihnachtsmusik im Hintergrund (von der anderen Straßenseite)

Nach dem abenteuerlichen Verkehr ist eine Verschnaufpause im Park bitter nötig

Nach dem abenteuerlichen Verkehr ist eine Verschnaufpause im Park bitter nötig

Dschunkenrestaurant, arr!

Dschunkenrestaurant, arr!

Ehemaliges Rathaus und Flaniermeile

Ehemaliges Rathaus und Flaniermeile

Es war SO lecker! Kleiner Inder in einer kleinen Seitengasse, direkt bei uns im die Ecke.

Es war SO lecker! Kleiner Inder in einer kleinen Seitengasse, direkt bei uns im die Ecke.

Nico bewundert man wieder die Elektrikerkünste

Nico bewundert man wieder die Elektrikerkünste

Ein Tower in Saigon

Ein Tower in Saigon

Tote Maus. Sorry, Leute!

Tote Maus. Sorry, Leute!

Tote Ratte. Nochmal sorry!

Tote Ratte. Nochmal sorry!

Seerosen im Park

Seerosen im Park. Was Schönes zum Schluss. 😉

Morgen geht’s dann wie gesagt ins Mekong-Delta. Und danach dann endlich an den Strand. Die nächste Küste ist von unserem Heim in Chiang Mai nämlich weiter weg als von Solingen. 😀