Seit 1 1/1 Wochen leben wir nun wie geplant in Chiang Mai im kühlen Norden. So kühl ist es allerdings nicht, da dieser November mit Top-Temperaturen von bis zu 36° auch für hiesige Verhältnisse ziemlich heiß ist. Zum Glück mögen wir Hitze, und zum Glück gibt’s fast überall AirCon, falls es doch mal zu viel wird! Aber bevor ich von Chiang Mai (der „Rose des Nordens“) erzähle, erstmal der Reihe nach:

Nach unserem vergangenen Blogpost waren wir noch für einen weiteren Tag in Bangkok. Den haben wir genutzt, um weitere Ecken der Stadt zu erkunden. In den Königspalast haben wir es allerdings nicht geschafft, weil wir keine Lust auf die ganzen Menschenmassen hatten. Vielleicht schaffe ich es ja bei meinem vierten Bangkok-Besuch mal… Vom Royal Field direkt nebenan haben wir aber einen Blick drauf werfen können:

Blick auf dem Königspalast in Bangkok vom Royal Field aus

Blick auf dem Königspalast in Bangkok vom Royal Field aus

Auf dem Royal Field in Bangkok. Nicht grad die beste Aussicht...

Blick nach links, nicht grad die beste Aussicht…

Anschließend sind wir ein bisschen mit dem Boot auf dem Chao Phraya rumgeschippert. Das ist ein schöner und günstiger Weg, viel von der Stadt zu sehen; die schicken Hotels und die abgewetzten Holzbauten, die sich nur wenige Meter nebeneinander ans Ufer drängen. Eigentlich wollten wir noch zum Wat Arun auf der westlichen Flussseite, aber der war komplett in ein Gerüst eingepackt (wohl Renovierungen?) und lohnte sich daher unserer Meinung nach nicht besonders.

Bootsotur auf dem Chao Phraya: Blick aufs Wasser

Bootstour auf dem Chao Phraya: Blick aufs Wasser

Bootstour auf dem Chao Phraya: Blick auf einen Tempel

Bootstour auf dem Chao Phraya: Blick auf einen Tempel

Im Boot auf dem Chao Phraya in Bangkok

Im Boot auf dem Chao Phraya in Bangkok

Station Phaya Thai in Bangkok: Skytrain meets Airport Express

Station Phaya Thai in Bangkok: Skytrain meets Airport Express

Am Samstag Ende Oktober ging es dann mit dem Bus von Bangkok nach Chiang Mai. Da das Schienennetz hier in Thailand nicht so umfangreich ist, wie zu Hause, läuft hier ein Großteil des Fernverkehrs mit Reisebussen. Zwar gibt es einen Zug nach Chiang Mai, aber den hatten wir beim letzten Thailand-Besuch schon genutzt, also wollten wir mal etwas anderes ausprobieren.

Wir haben uns einen VIP-Bus gegönnet, in dem es sich wirklich luxuriös fuhr. Allerdigs hätten wir für den Preis auch fast den Zug oder einen Billigflug nehmen können. Ich fand die Busfahrt trotzdem cool, auch weil man einiges von der Landschaft sieht, aber Nico fand’s eher anstrengend, 10 Stunden im Bus zu sitzen, der mit 80kmh über die Landstraßen zuckelt.

Luxuriöse Beinfreiheit im VIP-Bus nach Chiang Mai

Luxuriöse Beinfreiheit im VIP-Bus nach Chiang Mai

In Chiang Mai haben wir dann eine Nacht im Eagle House verbracht, wo wir schon im Februar waren. Ein nettes Hostel in der Nähe vom Thapae Gate, in unmittelbarer Nähe der Altstadt.

Im Eagle House Hostel

Im Eagle House Hostel

Die Altstadt in Chiang Mai ist nach Bangkok eine Wohltat: Deutlich ruhiger als Bangkok, keine Wolkenkratzer und jede Menge Tempel. Besonders im Osten der Altstadt, am Thapae Gate, tummeln sich die Touristenhorden. Je weiter man nach Westen kommt, desto ruhiger wird es.

Die Altstadt ist von einem alten Graben („Moat“) umgeben, und auch Reste einer Stadtmauer kann man an manchen Stellen noch sehen.

Reste der Stadtmauer und der Moat von Chiang Mai bei Nacht

Reste der Stadtmauer und der Moat von Chiang Mai bei Nacht

Rote Fanta für die Geister

Rote Fanta für die Geister

Blödes Regenwetter, schöner Tempel.

Blödes Regenwetter, schöner Tempel.

Ein Teakhaus in der City von Chiang Mai nahe dem Thapae Gate

Ein Teakhaus in der City von Chiang Mai nahe dem Thapae Gate

Der Verkehr ist natürlich Thailand-typisch trotzdem gewöhnungsbedürftig. Jede Menge Motorbikes, SUVs und allgemeines Gewusel. Public Transport gibt es hier quasi nicht, aber zum Glück sind die Thais geschäftstüchtig und organisieren selbst Lösungen: In der ganzen Stadt wimmelt es von umgebauten PickUps („Songthaew“), die als eine Kreuzung aus Bus und Taxi fungieren.

Man hält einfach einen der roten Busse an, sagt dem Fahrer wo man hin will und wenn man Glück hat, fährt er in die Richtung und setzt einen dort ab. Ansonsten halt das nächste Songthaew anhalten, das sicher in der näschten Minute vorbeikommt. Preis ist Verhandlungssache; als Tourist natürlich nicht ganz so einfach. Aber langsam haben wir es raus.

Blick auf den Doi Suthep, natürlich mit Songthaew auf der Straße

Blick auf den Doi Suthep, natürlich mit Songthaew auf der Straße

Blick aus dem Songthaew

Blick aus dem Songthaew nach vorn

Blick aus einem Songthaew

Blick aus einem Songthaew nach hinten

Mit solch einem Bus sind wir am 1. November auch zu unserer Bleibe für einen Monat gefahren: Ein etwas abgeranztes Hotel einige Kilometer westlich der Altstadt, in dem wir ein nettes Zimmer haben. Es gibt Free Wifi (mit schlechtem Empfang), Pool (meist im Schatten) und ne nette Straße mit Straßenständen vor der Haustür.

Hier wohnen wir! Home sweet Home.

Hier wohnen wir! Home sweet Home.

Unser Pool. Bisschen ranzig, aber Hauptsache, man kann baden.

Unser Pool. Bisschen ranzig, aber Hauptsache, man kann baden.

Die Straße vor unserer Haustür

Die Straße vor unserer Haustür

Aussicht aus unserer Bleibe. Netter als in Bangkok. Im HIntergrund der Doi Suthep (kaum zu sehen)

Aussicht aus unserer Bleibe. Netter als in Bangkok. Im Hintergrund der Doi Suthep (kaum zu sehen)

Platz für unsere Rechner im Hotel/Apartment in Chiang Mai

Platz für unsere Rechner

Huhu! :)

Huhu! 🙂

Unsere Unterkunft liegt genau zwischen Universität, Zoo und Doi Suthep auf der einen Seite und dem coolen Stadteil Nimman Haemin und dem Maya Shopping Center auf der anderen Seite. In Nimman leben jede Menge Expats und „digitale Nomaden“, die ebenso leben wie wir. Nur vielleicht in etwas schickeren Unterkünften als wir. 😉

Und weil hier so viele Webworker leben, gibt es hier auch jede Menge Co-Working-Spaces, in denen man vernünftiges Internet und guten Kaffee bekommt, um anständig arbeiten zu können.

Nico arbeitet konzentriert.

Im Co-Working-Space: Nico arbeitet konzentriert.

Ein Schrein neben unserem Hotel. Rosa Elefanten! :)

Ein Schrein neben unserem Hotel. Rosa Elefanten! 🙂

Ein Co-Working-Space in Nimman Haemin in Chiang Mai

Ein Co-Working-Space in Nimman Haemin in Chiang Mai

Unser liebster Arbeitsplatz ist zurzeit das CAMP Maya im Maya Shopping Center. Es liegt im vierten Stock, hat eine fantastische Aussicht auf den Doi Suthep, bietet überteuerte Snacks und (für uns, dank Simkarte von AIS) Free Wifi. Und es hat rund um die Uhr geöffnet. Im Shopping Center gibt’s zwei Food Courts, in denen man Essen in allen möglichen Preisklassen bekommt – zwischen 40 und 600 Baht (1€ – 15€) pro Mahlzeit.

Blick vom CAMP Maya auf den Doi suthep

Blick vom CAMP Maya auf den Doi Suthep

Maya Shopping Center bei Nacht.

Maya Shopping Center bei Nacht

Die Kreuzung vor dem Maya Shopping Center

Die Kreuzung vor dem Maya Shopping Center

Unser liebster Co-Working-Space: CAMP Maya. Rechts davon eine Spielhalle.

Unser liebster Co-Working-Space: CAMP Maya. Rechts davon eine Spielhalle.

Bei uns um die Ecke gibt es außerdem ein „Katzen-Café“, das wir ab und zu aufsuchen, wenn wir unsere beiden Viecher vermissen. Dort wuseln jede Menge Katzen rum (so etwa 17? schwer zu zählen…), die auch gern mal auf die Tische springen. Das gesamte Café hat ein SciFi-Thema: Entsprechende Poster an den Wänden, die Registriernummer der Enterprise als Wifi-Passwort, und die Katzen tragen Namen wie „Jean-Luc“, „Leia“ und „Murph“. Gestern haben wir den Besitzer kennengelernt, einen Österreicher, der seit 6 Jahren in Chiang Mai und in Singapur lebt.

Freche Katze im Catmosphere Café

Freche Katze im Catmosphere Café

Happy crazy cat lady

Oooh schmusen!!

Crazy Cat Lady =^.^=

Crazy Cat Lady =^.^=

Ach, bevor ich es vergesse: Seit vergangenem Mittwoch nehmen wir jetzt an einem Thai-Sprachkurs teil. An 15 Abenden, jeweils 3 Stunden lang. Das Tempo ist ziemlich flott, aber es macht eine Menge Spaß, denn unsere Lehrerin und die anderen Mitschüler sind allesamt ziemlich nett. Kommenden Donnerstag geht’s nach dem Unterricht mit der ganzen Klasse in den Pub, zur Trivia Quiz Night. Ich freu mich drauf.

Hier noch ein paar weitere Eindrücke vom Leben in Chiang Mai:

Nico löffelt tapfer seine Kohlsuppe.

Nico löffelt tapfer seine Kohlsuppe.

Jeden Abend prall gefüllt: Das Seafood-Restaurant um die Ecke.

Jeden Abend prall gefüllt: Das Seafood-Restaurant um die Ecke.

Ein Stadthaus in Nimman Haemin

Ein Stadthaus in Nimman Haemin

Die "Spielhölle" vor unserer Sprachschule

Die „Spielhölle“ vor unserer Sprachschule

Kakerlake im Dunkin' Donuts.

Kakerlake im Dunkin‘ Donuts.

Irgendwo in Chiang Mai

Irgendwo in Chiang Mai

Blick nach oben in Chiang Mai

Blick nach oben

Blick auf die Straße direkt am Moat von Chiang Mai von einem netten burmesischen Restaurant aus

Blick auf die Straße direkt am Moat von einem netten burmesischen Restaurant aus

Motorbikes ohne Ende...

Motorbikes ohne Ende…