Langsam zieht bei uns der Alltag ein. Tagsüber arbeiten, Abends Thai-Kurs, zwischendurch lecker essen, und am Wochenende ausspannen. Ein angenehmes Leben.

Ich habe es heute endlich mal geschafft, einen anderen CoWorking Space als CAMP Maya (gesprochen: „Meh-YAA“) auszuprobieren: Den Punspace am Thapae Gate im Osten der Altstadt. Liegt mitten im Touristenviertel, aber trotzdem total ruhig. Leider 220 Baht Eintritt am Tag, aber dafür ist dort konzenriertes Arbeiten sehr gut möglich.

Nico im Coworking Maya

Nico im Coworking Maya – kreatives Chaos

Freitags Abends in der Pentatonic Rock Bar

Freitags Abends in der Pentatonic Rock Bar im „Yellow Corner“ der Altstadt \m/

Ergebnis vom Trivia Quiz im UN Irish Pub

Ergebnis vom Trivia Quiz im UN Irish Pub am Thapae Gate – Team „We Learn Thai“ hat einen grandiosen vorletzten Platz errungen.

Auf dem Heimweg

Zwischen Maya und unserer Unterkunft

Feierabendverkehr

Feierabendverkehr Richtung Uni („moo choo“)

Wir leben hier ja am Rande des hippen Nimman-Viertels und kommen nicht so oft in die Altstadt. Und immer, wenn wir dort sind, bin ich überrascht, wie nett und ruhig es dort ist. Jede Menge verwinkelte Gässchen („Soi“), in denen sich auf jedem Quadratzentimeter ein neues Universum auftut, wie Nico immer so schön sagt.

Irgendwo in der Altstadt

Irgendwo in der Altstadt

Nette Ecke in der Altstadt

Nette Ecke in der Altstadt

 Am Moat

Am Moat in der Altstadt. Im Hintergrund der Doi Suthep

Westlich vom Thapae Gate, außerhalb der Altstadtt, liegt unsere Sprachschule. Manchmal gehen wir einen Teil des Weges zu Fuß (Nico deutlich öfter als ich), und dabei kommt man durch ein Party-Rotlichtviertel. Zig Bars mit leicht bekleideten Thai-Mädels, jede Menge alte, schmerbäuchige Farangs (das ist echt unappetitlich), dazwischen abgeranzte, zottelige Touristen und natürlich die allgegenwärtigen Songthaews. Und natürlich ein Tempel, aber ich glaube fast, dass es hier auf jeder Straße einen gibt.

In einigen Tagen ist übrigens das Lichterfest Loi Krathong (bzw. Yi Peng hier im Norden). Dabei werden in ganz Thailand kleine Flöße mit Lichtern bestückt und auf dem Wasser auf die Reise geschickt. In Chiang Mai werden außerdem jede Menge kleiner Heißluftballons in den Himmel steigen gelassen. Ab diesem Jahr ist das allerdings nur an einem einzigen Tag erlaubt, nämlich am 25.11., aber ob die Thais sich daran halten, wird sich zeigen.

In der kommenden Woche gibt’s bei der Schule jedenfalls anlässlich von Loi Krathong jeden Tag eine Gratis-Thai-Stunde, die sich u.a. mit wichtigen Vokabeln, Liedern und Tänzen für das Fest befasst. Am Mittwoch (25.11.) basteln wir dann in der Schule Krathongs (also die Licht-Flöße) und gehen dann am Abend zum Fluß. Dort hat unsere Lehrerin einen Tisch in einer Bar direkt gegenüber von der Haupt-Touristen-Veranstaltung reserviert. Diese Touristen-Veranstaltung ist ziemlich teuer (paeng mâak!), aber dort gibt es wohl das beeindruckenste Lantern Release. Und wir sitzen direkt daneben und gucken einfach mit in den Himmel und schauen uns die teuren Lanterns umsonst an. Hah!

Jetzt aber mal zur Bootstour!

Was ich aber eigentlich erzählen wollte: Letzten Sonntag haben wir, wie es sich gehört, mal wieder einen Ausflug gemacht: diesmal eine Bootstour auf dem Mae Naam Ping, dem Fluss, der östlich der Altstadt durch Chiang Mai fließt. Weiter unten im Flusslauf vereint er sich übrigens mit einem anderen Gewässer und wird dann zum Mae Naam Chao Phraya – dem größten Fluss von Thailand, der auch durch Bangkok fließt.

An der Feuerwache

An der Feuerwache auf dem Weg zum River Cruise

Auf dem Ping gibt es mehrere Cruise-Anbieter. Wir haben uns auf den Stefan Loose Travel Guide verlassen und sind damit gut gefahren (haha ;)). Die Tour mit dem Scorpion Tailed River Boat war echt schön und wäre auch sehr informativ gewesen, wenn unser Guide mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Humor sein Mikro nur etwas näher an seinem Mund gehabt hätte.

Scorpion Tailed River Cruise

Scorpion Tailed River Cruise

Nico zieht Grimassen

Nico zieht Grimassen

Ping River Cruise

Ping River Cruise

Auf dem Mae Naam Ping

Auf dem Mae Naam Ping

Mitten in der Stadt

Mitten in der Stadt

Während wir den Fluss runter- und wieder raufgezuckelt sind, hat unser Guide uns diverse historische Anekdötchen erzählt, z.B. zu den Brücken über dem Fluss, über die Gebäude am Ufer, und über die Tierwelt in der Umgebung.

Anschließend haben wir noch einen Abstecher in seinen Obstgarten direkt am Ufer gemacht. Das war fast noch schöner als die Bootstour. Wir haben verschiedene Pflanzen erklärt bekommen, durften Gewürze beschnuppern und eine Mimose ärgern (wenn man sie berührt, zieht sie die Blätter blitzschnell ein).

Früchtchen

Früchtchen

Danach wurden wir mit einem Dessert verköstigt: Sticky Rice mit Mango (kâao niaw má muâng). Arooi mâak! Sehr lecker!

Danach noch auf einen Kaffee bzw. Thai Tea zu Tanita’s Coffee House, wo wir schon im Februar waren. Ein paar Teakhäuser, versteckt unter Bäumen, mitten in der Stadt und trotzdem ganz friedlich.

In Tanitas Coffee House

Detail aus Tanitas Coffee House

Früher bestand übrigens ein Großteil der Stadt aus Teakhäusern, aber die meisten sind mittlerweile verschwunden (und das Teak ist auch abgeholzt). Wirklich schade, denn die sind echt urig.

Unsere aktuelle Unterkunft haben wir ja nur bis Ende November; danach wollen wir uns in einem Teak-Guesthouse in der Altstadt einmieten. Hoffentlich haben die noch Zimmer frei!